Aktuell

Israelreise-Institut für Religionspädagogik Klagenfurt

Israel. Reise mit dem Institut für Religionspädagogik Klagenfurt ins Heilige Land
09. bis 16. Februar 2020

„Sie sind ja nicht im Urlaub“, rief der israelische Tourguide, während die erschöpften ReiseteilnehmerInnen in die bequemen Sitze des Reisebusses sanken. „Wenn Sie denken, dass das heute anstrengend war, dann warten Sie erst auf morgen!“ Längst wussten die Reisenden den augenzwinkernden Unterton des jüdischen Kurden richtig einzuschätzen, man war sich schließlich bewusst, dass die Pilger- und Studienreise ins Heilige Land ein dichtes Programm bot.

So konnten die 25 Kärntner ReligionspädagogInnen, einige von ihnen in Begleitung von PartnerInnen oder FreundInnen, in der Kärntner Semesterferienwoche nicht nur die Wirkungs- und Leidensstätten Jesu besuchen, sondern auch ein Stück weit in die Geschichte des Landes und seiner Religionen eintauchen. In Begleitung von Franjo Vidovic und Johannes Thonhauser von unserem Institut für Religionspädagogik in Klagenfurt erkundete man in den ersten drei Tagen vom See Genezareth aus die biblische Gegend Galiläas und gelangte von Megiddo auf den Berg Karmel, vom Berg der Seligpreisungen nach Kafarnaum und bis an die Quellen des Jordans, schließlich über Kana nach Nazareth.

Die verhältnismäßig niedrigen Temperaturen mit ein paar Schneeflocken auf den Golanhöhen stiegen abrupt, je weiter man über die Jordansenke in Richtung Totes Meer gelangte. Über Jericho ging es dann nach Jerusalem.

In der beeindruckenden Altstadt konnte man am Tempelberg als Brennpunkt der drei abrahamitischen Religionen die weltpolitische Brisanz des Ortes nur erahnen. Am Ölberg und im Garten Getsemani sowie entlang der Via Dolorosa wurden die letzten Tage Jesu in besonderer Weise präsent. Der Geburtsgeschichte hingegen konnte man in Betlehem nachspüren, wohin die letzten beiden Tage der Reise führten. Mit der Geburtskirche, der Milchgrotte und den Hirtenfeldern besuchte man freilich Orte, die mehr von ihrer spirituellen als historischen Bedeutung leben.

Eine Fahrt ans Tote Meer mit der Festungsanlage Masada, den Höhlen von Qumran und einer Badegelegenheit lockerten das dichte Programm auf. Heimzu führte der Weg dann über Abu Gosh (dem biblischen Emmaus) nach Jaffa bei Tel Aviv, wo die Reise mit Meerblick und wärmenden Sonnenstrahlen ausklang.

So bot die Reise nicht nur Kultur, Geschichte und biblisches Wissen, sondern auch spirituellen Tiefgang. Allen voran Institutsleiter Vidovic bereicherte diese Woche nicht nur mit seinem beeindruckenden Detailwissen, sondern auch mit ansprechenden Andachten und Gottesdiensten an besonderen Orten, stets stimmungsvoll musikalisch umrahmt von Lorenz Karner und Angelika Sattlegger. Vollgepackt mit vielen Eindrücken kehrten die TeilnehmerInnen zurück, gewiss auch ein wenig müde. Aber man war ja nicht auf Urlaub.

Bilderreigen: Johannes Thonhauser und Alexandra Winkler-Lube

Bericht: Johannes Thonhauser