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Jugendstudie Lebenswelten 2020 - Werthaltungen junger Menschen in Österreich

Was erwarten Jugendliche von ihrer Zukunft?

Welche Ziele haben Sie?
Was tun sie in ihrer Freizeit?
Wie stellen sie sich ihre zukünftige Berufstätigkeit vor?
Welche Erwartungen haben sie an Partnerschaften?
An welchen Werten orientieren sie sich?
Wie wichtig sind ihnen Religion, Politik und Gesundheit?

Antworten finden sich in der Jugendstudie Lebenswelten 2020 - Werthaltungen junger Menschen in Österreich. Die Forschungsergebnisse geben einen fundierten Einblick in die unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen in Österreich. Studie und Publikation wurden am 1. Juni 2021 im Rahmen einer Pressekonferenz mit Bundesminister Fassmann vorgestellt.

Ein erster Blick in die Lebenswelten von 14- bis 16-jährigen Jugendlichen zeigt:

  • Ihr Freizeitverhalten ist vielfältig, alle sind online.
  • Sie schätzen gute Ausbildung, Sicherheit im Beruf, verbunden mit einer sinnvollen Tätigkeit.
  • Der Wunsch nach Zeit für die Familie ist groß, soziale Nahebeziehungen sind ihnen wichtig, in Partnerschaften erwarten sie vor allem Verlässlichkeit.
  • Sie blicken zwar positiv in die Zukunft, erkennen jedoch die Herausforderungen bezüglich z.B. Klimawandel.

Die spannenden und aufschlussreichen Ergebnisse können hier im Detail nachgelesen werden: LINK zu zentralen Ergebnissen

Die vorliegende Jugendstudie wurde von allen österreichischen Pädagogischen Hochschulen gemeinsam durchgeführt. Die Steiermark ist mit Renate Straßegger-Einfalt, KPH Graz und Martin Auferbauer, PH Steiermark, vertreten. Beide betonen die gute Kooperation im Gesamtprojekt und im Besonderen jene zwischen KPH Graz und PH Steiermark.

Renate Straßegger-Einfalt, Vizerektorin für Primarstufe und Elementarpädagogik an der KPH Graz: „Ein zentrales Ergebnis bezüglich der Wertorientierungen österreichischer Jugendlicher ist die hohe Bedeutsamkeit harmonischer sozialer Beziehungen, guter Ausbildung, eigenverantwortlichem Handeln und Lebensgenuss. Das Geschlecht und das Herkunftsland der Familie haben dabei einen Einfluss auf die Ausprägung der Wertorientierungen. Besonders interessant ist die hohe Relevanz einer guten Ausbildung.“

Martin Auferbauer, Hochschulprofessor für Bildungssoziologie an der PH Steiermark: "Hinsichtlich der Gesundheit der Schülerinnen und Schüler in Österreich zeigt sich ein insgesamt recht erfreuliches Bild. Bei einer detaillierten Betrachtung zeigt sich allerdings eine stärkere Belastung von jungen Frauen, Personen mit sozioökonomischer Benachteiligung sowie von Jugendlichen mit diverser Geschlechtsidentität. Hier besteht also weiterer Handlungsbedarf für zielgruppenspezifische Angebote zur Gesundheitsförderung."

Für die steirischen Vertreter*innen geht die Forschungsarbeit nach der Analyse der österreichweiten Ergebnisse weiter. An beiden Hochschulen werden die Daten für die Steiermark genauer untersucht. Erkenntnisse daraus werden mit Unterstützung des Landes Steiermark als Buch publiziert und im Rahmen von Veranstaltungen diskutiert.

Ergänzend und vertiefend zur österreichweiten schriftlichen Befragung und unter Bezugnahme auf aktuelle empirische Studien zur Religion und Religiosität Jugendlicher sowie auf bereits erprobte Instrumentarien wird an der KPH Graz zusätzlich eine qualitative Studie durchgeführt, in der auf die religiöse Entwicklung und Erfahrungen Jugendlicher fokussiert wird. Dieses Forschungsteam besteht aus Siegfried Barones. Renate Straßegger-Einfalt und Renate Wieser.

LINK zum Informationsblatt

Jugendforschung Pädagogische Hochschulen Österreichs (Hrsg.) (2020). Lebenswelten 2020 - Werthaltungen junger Menschen in Österreich. FokusBildungSchule Band 10. Innsbruck, Wien: StudienVerlag.
ISBN 978-3-7065-6144-0

Kontakt an der KPH Graz:

Mag.a Dr.in Dr.in Renate Straßegger-Einfalt
renate.strassegger-@-kphgraz.at

Elisa Kleißner