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Sommerschule 2020 – Studierende gestalten Lernbegleitung und kreative Projekte

Sommerschule 2020 – Studierende gestalten Lernbegleitung und kreative Projekte

Die Sommerschule, eine Initiative des BMBF, ist ein zweiwöchiges Programm zur individuellen und gezielten Förderung von Schülerinnen und Schülern. Sie bietet jenen, die in den vergangenen Monaten benachteiligt waren, die Chance, die Unterrichtssprache Deutsch zu festigen, damit sie dem Unterricht im kommenden Schuljahr besser folgen können.

Für diese Initiative werden Bachelor- und Master-Studierende in höheren Semestern gesucht, die sich in der Sommerschule engagieren wollen.

Sie übernehmen pädagogische sowie methodisch-didaktische Verantwortung, bereiten SchülerInnen auf den Schulbeginn vor und gestalten gemeinsam mit ihnen kreative Projekte. Zur Unterstützung wird es vor Ort eine Lehrperson als Ansprechperson geben.

Für Studierende der KPH Graz, die sich freiwillig an diesem Projekt beteiligen, wird an unserer Hochschule eine Lehrveranstaltung im Umfang von 5 ECTS-Anrechnungspunkten angelegt, die auch in ph-online abgebildet sein wird. Anerkennungsbestimmungen dafür werden noch ausgearbeitet, weitere Informationen folgen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Studierende der KPH Graz bei diesem österreichweiten Projekt dabei sind. Wertvolle pädagogische Erfahrungen sind garantiert.

Sommerschule 2020

Das Angebot Sommerschule richtet sich an

  • außerordentliche Schülerinnen und Schüler,
  • Schülerinnen und Schüler mit einem nicht abgesicherten „Genügend“ und einem „Nicht genügend“ in Deutsch,
  • Schülerinnen und Schüler, die im Fach Deutsch, auch aufgrund der Situation der letzten Monate, einen besonderen Aufholbedarf haben.

Die Sommerschule findet in der Steiermark von 31. August bis 11. September 2020 an ausgewählten Sommerschul-Standorten statt. Diese werden von der Bildungsdirektion festgelegt.

Die Teilnahme an der Sommerschule ist für Schülerinnen und Schüler kostenfrei und grundsätzlich freiwillig. Nach der Anmeldung ist die Teilnahme allerdings verpflichtend.

Im zentralen Fokus steht die Festigung der Bildungssprache Deutsch, um dem Unterricht in den Unterrichtsfächern folgen zu können. Durch einen projekt- bzw. prozessorientierten Verlauf des Angebots soll dabei auch das soziale und emotionale Gruppenklima bei den Schülern und Schülerinnen gestärkt werden.

Pädagogische Grundprinzipien der Sommerschule

Die Sommerschule soll auf Schule vorbereiten und mit Lernen konnotiert sein, darf sich jedoch vom ganzjährigen Fächerkanon abheben. Dies soll insbesondere durch themenzentriertes, projektorientiertes Arbeiten erfolgen, um einen hohen Anteil an SchülerInnen-Aktivitäten auszulösen: es soll möglichst viel gelesen, gesprochen, geschrieben und zugehört werden. Projekte können situationsadäquat in unterschiedlichen Sozialformen bearbeitet werden (Gruppenarbeiten, Einzelarbeiten, Tandems, Input der Unterrichtenden unter Nutzung der schulischen Infrastruktur indoor und outdoor …). Die konkreten Themen können vor Ort entschieden werden, Ideen dafür können von Schülerinnen und Schüler oder natürlich auch von den Unterrichtenden eingebracht werden.

Die Projekte sollen, wenn möglich, in Form von Produkten zum Angreifen, Zuhören, Nachlesen … abgeschlossen werden, Z. B. Gestaltung von Kommunikationsmedien, Kurzvideos, Hörtexte, Blogs, Podcasts, Poster, Theateraufführungen, Zeitungen …). Von analog bis digital ist alles möglich. Idealerweise können die SchülerInnen etwas vom Projekt mit nach Hause nehmen. Bei mehreren kleinen Projekten kann am Ende eine Sammlung der einzelnen Ergebnisse (z.B. Portfolio) bzw. bei einem großen Projekt der Entstehungsprozess als Dokumentation (Projekttagebuch) vorliegen.

Am Ende der zwei Wochen sollen die Ergebnisse des Ergänzungsunterrichts präsentiert werden – ob nur innerhalb der Gruppe, für alle Gruppen einer Sommerschule gemeinsam oder auch mit Teilnahme der Eltern einer Gruppe, aller Gruppen … kann schulautonom entschieden werden.

Informationen zur Sommerschule:
www.sommerschule.gv.at

Informationsbroschüre Sommerschule als Download

Kontakt an der KPH Graz:

Reg.-Rätin Mag.a Dr.in Susanne HERKER
Hochschulprofessorin
Leiterin des Instituts für Primarstufe, Elementarpädagogik und Inklusion
Kompetenzstelle Jenaplan-Pädagogik

susanne.herker-@-kphgraz.at